Das verbindliche Sitz

Das verbindliche Sitz ist eine Übung, die du mit deinem Hund immer nutzen kannst, wenn dein Hund sehr aufgeregt ist, Angst hat oder aggressiv ist.

Du sprichst deinen Hund ebenfalls mit Namen und Blickkontakt an und fasst dann mit einer Hand langsam, aber bestimmt in das Halsband deines Hundes (rechte Hand, wenn der Hund am linken Bein sitzen soll, linke Hand, wenn der Hund am rechten Bein sitzen soll).

Deine andere Hand greift über deinen Hund und liegt vollflächig auf der Außenflanke des Hundes. Du führst somit deinen Hund in die Position (Hundeschulter am Menschenbein).
Wenn der Hund dort angekommen ist, wird dieser ins Sitz gebracht. Der Hund wird dabei nicht angeschaut!

Achtung! Deine Beine bewegen sich NICHT zum Hund! Du führst deinen Hund zu dir.

Wenn dein Hund in seiner Position ist, dann wandert deine Hand von der Flanke an die Schulter deines Hundes und übt leichten Druck aus, so dass dein Hund ans Bein gelehnt wird.

Ist dein Hund entspannt, kannst du mit der flachen Hand an der Schulter deinen Hund ausstreichen (langsam und mit leichtem Druck und mit der ganzen Hand, die flach auf dem Hundekörper liegt) Sollte dein Hund „zappeln“ oder sich rauswinden führst du ihn wieder ruhig und freundlich in die Position zurück.

In einem ruhigen Moment schaust du deinen Hund an, sagst seinen Namen und gibst ihn frei.

Diese Übung solltest du am Anfang in ruhigen und entspannten Momenten zu Hause üben. Später kannst du diese Übung nutzen, wenn dein Hund sich in aufregenden Situationen befindet, so kannst du aktiv deinem Hund beim Entspannen helfen. Diese Übung eignet sich besonders gut für jagdlich motivierte Hunde beim Anblick von Wild.

Achtung

Es ist wichtig, dass du das verbindliche Sitz zunächst in Situationen übst, in denen dein Hund entspannt und ansprechbar ist. Wenn du dies nur in sehr stressigen Situationen mit deinem Hund machst, dann wird dieses tolle Instrument zum Ankündiger von Stresssituationen und der positive Effekt verpufft.

Berührungen lösen auf dem größten Sinnesorgan etwas aus, nicht nur bei uns, auch bei unseren Hunden. Der Körper schüttet bei herzlichem und wohlwollendem Körperkontakt Hormone aus. Diese Botenstoffe helfen beim Stressabbau, wirken stimmungsaufhellend und sind beziehungsfördernd.

Wichtig dabei ist, dass der Körperkontakt fest und mit sanftem Druck gehalten wird, mind. 20s. Ohne diesen sanften Druck stellt sich die beruhigende Wirkung nicht ein.

Der angenehme Körperkontakt baut Streßhormone ab und beruhigt mit der Zeit Atmung und Herzschlag. Dein Hund zeigt weniger Streßanzeichen, z.B. über die Nase lecken, hecheln und gähnen. 

Die ersten Schritte – raus aus der Statik rein in die Bewegung

Du startest mit deinem Hund im verbindlichen Sitz. Ihr konzentriert euch aufeinander und du denkst daran, dass eure gemeinsame Bewegung nur ruhig und entspannt bleibt, wenn der Start ruhig und entspannt ist. Wenn es in der der Statik schon unruhig ist, dann wird die Bewegung meistens chaotisch.
Wenn ihr euch aufeinander eingestimmt habt, stellst du dich aufrecht und schaust deinen Hund an und sagst dabei seinen Namen. Dann gehst du los, einen Schritt, wirklich nur einen Schritt! Du möchtest einen ruhigen Hund an der Leine und keinen Hibbelmors. Du nimmst deinen Hund dann wieder in das verbindliche Sitz. Lass dir Zeit! Nach einem Moment – 2 Minuten oder auch 5 Minuten, je nachdem wie es sich für dich anfühlt, seid ihr beide entspannt? – Dann gehst du wieder einen oder mehrere Schritte. Achte darauf, wie es sich anfühlt. wird es hibbelig, mache weniger Schritte. Denke daran, es geht um achtsames miteinander gehen, die Grundlage für eine gute Leinenführigkeit. 

Merkst du, dass dein Hund abgelenkt ist, z.B. durch schnüffeln, andere Hunde am Horizont, Wild oder weil ihm etwas Angst macht, bleibst du stehen und nimmst deinen Hund in das verbindliche Sitz. Unter deiner Hand fühlst du, wann dein Hund sich wieder entspannt und er wieder bei dir sein kann. Erst dann gehst du gemeinsam wieder mit deinem Hund weiter.

Achtung

Entdecke die Langsamkeit mit deinem Hund. Wenn du jetzt mit Hektik aus der Statik gehst, kannst du all die schönen und positiven Dinge, die du dir mit deinem Hund erarbeitet hast nicht mitnehmen und davon profitieren.

Ich danke dir für die Teilnahme an diesem Kurs. Ich habe sehr gerne mit dir und deinem Hund gearbeitet und hoffe, dass dir dieser Kurs Ruhe und Kraft für euren gemeinsamen Alltag gibt.

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