Die Parkposition

Die Parkposition

Die Parkposition ist eine RuheĂŒbung, die deinem Hund mit der Zeit hilft herunterzufahren und zu entspannen. Dein Hund soll entspannt neben dir sitzen, ohne dass er von dir oder der Leine gehalten wird. Sobald dein Hund aufsteht, setzt du ihn wieder hin. Bleibe dabei ruhig und verdrehe nicht die Augen – auch nicht innerlich 😉 Sollte dein Hund sehr aufgeregt sein, lasse deine Hand fĂŒr einen Moment an der Schulter deines Hundes.
Diese Übung hilft dir zu einem entspannten Miteinander. Ein entspannter Hund und ein entspannter Mensch, die gemeinsam zusammen im Alltag beSTEHEN können.

Nutze die Parkposition, wann immer möglich. Triffst du auf deinem Spaziergang jemanden, dann nimm deinen Hund in die Parkposition. Hast du etwas schönes entdeckt, z.B. grasende Pferde, rennende Rehe usw… Nutze die Parkposition.

ACHTUNG! Wenn du die Parkposition anfĂ€ngst, dann bleibe auch in diesem Thema. Auch wenn es deinem Hund schwer fĂ€llt und er lieber etwas anderes machen möchte. Du hast dich fĂŒr die Parkposition entschieden, dann fordere diese auch ein.
WĂ€hle die Orte mit Bedacht. Wenn dein Hund nur schwer ruhig bleiben kann, wenn er Wild sieht, dann starte nicht an der Wiese, wo sich die Hasen tummeln.
Es ist deine Aufgabe, deinem Hund bestmöglich zu erklĂ€ren was du von ihm möchtest. Es dĂŒrfen Fehler passieren. Ihr seid beide im Lernprozess. Aber es muss fair bleiben fĂŒr deinen Hund. Stelle ihm keine Aufgabe, die er nicht schaffen kann. Bleibe trotzdem beim Thema und lasse dich durch deinen Hund nicht davon abbringen.

 

Kooperation

Die Kooperation ist eine grundlegende Fertigkeit deines Hundes.
Mit Hilfe dieser Übungen vermittelst du deinem Hund, dass er sich in schwierigen Situationen auf dich berufen kann, dass du ihm hilfst.
Ebenfalls schulen diese Übungen die Impulskontrolle und legen eine gute Basis fĂŒr die Frustrationstoleranz deines Hundes.

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Frustrationstoleranz

Die FĂ€higkeit keinen Frust zu empfinden, obwohl man etwas nicht bekommt, was man gerne haben möchte. Ohne sie ist alles doof. Und zwar im wahrsten Sinne des Wortes. Wer Frustrationstoleranz hat, kann die Dinge leichtnehmen und kommt weniger in Stress. Diese FĂ€higkeit ist die wichtigste Basis zum Zufriedensein und daher sehr wichtig fĂŒr deinen Hund. Wenn du hier von Anfang an die Basis schaffst und viel Wert auf das Erlernen legst, wirst du spĂ€ter einen zufriedeneren, geduldigeren und auch vertrĂ€glicheren Hund an deiner Seite haben. Mit einer guten Frustrationstoleranz können alle erzieherischen Maßnahmen besser greifen.

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Impulskontrolle

Die FĂ€higkeit dem ersten Gedanken (Impuls) nicht nachzugeben. Es ist eine BasisfĂ€higkeit, die immer wieder angesprochen und abverlangt werden muss, um zu wachsen. Alles, was wir als „artig“ und „gehorsam“ bezeichnen und was deinen Hund höflich und klug handeln lĂ€sst, fußt auf einer guten Impulskontrolle.

Kooperation – erster Trainingsschritt

Die Parkposition

Du benötigst: Leckerchen und eine Leine

Du sitzt auf einem Stuhl oder stehst vor deinem Hund und hast in jeder Hand Kekse. Du zeigst deinem Hund diese und verschließt dann die HĂ€nde zu FĂ€usten und legst sie auf deinen Knien ab. Und nun wartest du, bis dein Hund dich anschaut. Sollte dein Hund sich entfernen wollen, zeige ihm erneut die Kekse in deinen HĂ€nden, aber schließe deine HĂ€nde sofort wieder, wenn der Hund mit seiner Aufmerksamkeit bei dir ist. Denke daran, dass du nichts sagen darfst.
Sobald dein Hund dir direkt ins Gesicht schaut, sage seinen Namen, lĂ€chle dabei und du gibst ihm sofort einen Keks aus deiner Hand. Dein Hund bekommt den Keks aus der Hand, an welcher er nicht zuletzt geschnĂŒffelt hat.
Schaut er dich sofort an und „fummelt“ nicht mehr an deinen HĂ€nden rum, um an den Keks zu kommen, kannst du zu Schritt 2 ĂŒbergehen. Mache diese Übung bitte an unterschiedlichen Orten, auch auf deinem Spaziergang und achte darauf, dass du die Zeit, die dein Hund dich anschaut immer etwas mehr ausdehnst, nur eine kurze Sekunde hochschauen reicht nach ein paar guten Wiederholungen nicht.

Kooperation – Zweiter Trainingsschritt

Du benötigst: 2 Sorten Leckerchen, eine Leine, ggf. Unterlage fĂŒr das „Ablenkerfutter“ je nach Untergrund

Leine deinen Hund an und halte die Leine sehr kurz fest, so dass du vor deinem Hund einen Keks ablegen kannst, ohne dass er diesen erreichen kann. ZunÀchst lege dort bitte relativ langweiliges Futter aus.
Dann gehst du einen oder zwei Schritte zurĂŒck, so dass du schrĂ€g hinter ihm stehst. Du darfst nichts sagen, du wartest wieder, bis er dich anschaut und Kontakt aufnimmt. Nicht schummeln… nicht Husten, nicht seufzen, nichts sagen und auch nicht ungeduldig von einem Fuß auf den anderen hĂŒpfen. Du wartest einfach nur, bis dein Hund sich freiwillig und kooperativ umdreht. Wenn er sich umdreht und dir ins Gesicht schaut, dann sagst du seinen Namen und er bekommt bei dir hochwertige Leckerchen. Wenn dein Hund sich immer sofort umdreht, sobald du einen oder zwei Schritte rĂŒckwĂ€rts gehst, dann warte einen Moment, so dass er dich lĂ€nger anschauen muss. Manchmal wird das Anschauen durch das RĂŒckwĂ€rts gehen ausgelöst und das ist dann ein wenig wie Schummeln 😉

Diese Übung machst du ebenfalls an unterschiedlichen Orten. Du kannst die Schwierigkeit steigern, in dem du hochwertigere Leckereien vor deinem Hund auslegst.

Kooperation – Dritter Trainingsschritt

Du benötigst: 2 Sorten Leckerchen, eine Leine, ggf. eine Unterlage je nach Untergrund

Wie Schritt 2 jedoch gehst du ein bis zwei Schritte rĂŒckwĂ€rts und erst dann bekommt dein Hund das gute Leckerchen bei dir.

Manchmal kann es etwas dauern bis dein Hund sich fĂŒr dich entscheidet und kooperiert. Bitte denke daran, es hilft euch nicht, wenn du schummelst. RĂ€uspern, Husten, unruhig hin und her hĂŒpfen mögen dir zwar in diesem Moment helfen, aber langfristig hilft es dir und deinem Hund nicht beim Erreichen deines Ziels – freiwillige Kooperation und einen verlĂ€sslichen Partner an deiner Seite. Aushalten lohnt sich und dein Hund hat etwas wertvolles allein gelernt.

Kooperation – Vierter Trainingsschritt

Du benötigst: 2 Sorten Leckerchen, eine Leine, ggf. eine Unterlage je nach Untergrund

Wie Schritt 3, zusĂ€tzlich drehst du dich jetzt noch um 180 Grad, so dass dein Hund um dich herum laufen muss, damit er einen guten Keks von dir bekommt. Sollte dein Hund nur noch schauen, sobald er die Übungssituation erkennt, kannst du den Keks auch vor euch werfen statt legen, dann ist die Ablenkung fĂŒr deinen Hund erhöht.
Nach der Drehung kannst du dich auch hinhocken und deinen Hund nah bei dir in Empfang nehmen, erst ein wenig kuscheln und beisammen sein und dann erst kommt der Keks. Nach und nach kannst du auch die Leckerlies variabel geben – manchmal gibt es einen Keks und manchmal eben nur ein LĂ€cheln, einen freundlichen Blick und ein Zusammensein, ohne Ablenkung durch Außenreize. Diese ablenkenden Außenreize sind z.B. dein Handy, der quatschende Partner oder deine Gedanken, die schon bei etwas anderem sind. 

Dieses Ankommen bei dir und das Zusammensein nach der Drehung ist der erste Teil des RĂŒckrufs. Übe dieses besonders gut und oft. 

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Achtung

Trainiere jeden Tag mind. 15 Minuten konzentriert. Gerne kannst du auch die Zeit aufteilen in 2 oder 3 Trainingseinheiten. Sei aber in der Trainingszeit ganz und gar bei deinem Hund. Handy aus, also hinstellen und filmen ok – wir möchten dabei sein 😜, aber auf Flugmodus, damit keiner stört. Vielleicht hilft dir eine kurze AtemĂŒbung vorweg. Dein Hund geht in die Parkposition und du atmest ein wenig und erst dann legst du los mit eurem Training.
Schaffe dir Trainingsrituale, dann fÀllt es dir leichter, dass das Training kein Training mehr ist, sondern Alltag.

Fragen? Freude ĂŒber gelungenes Training? Dann schnell in die WhatsApp Gruppe und raus damit.
Teilen macht es immer (noch) besser 😉

Ich freue mich auf nÀchste Woche.

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Denke bitte daran, alle Texte, Fotos und Videos gehören in diesen Kurs. Es ist verboten, sie zu teilen, anderen zu zeigen und sie zu verbreiten!

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