âïž Kofferraumtraining
âïž frontales Halten
âïž Namensreaktion
âïž Impulskontrolle (TĂŒr auf und drin bleiben)
âïž Kooperation (Anschauen, bevor man aussteigen darf, Höflichkeit)
âïž Verbindlichkeit (so lange im Auto bleiben, bis die Aufforderung zum Aussteigen kommt)
Bis zur dritten Stunde haben eure Hunde bereits gelernt, dass sich Kooperation mit euch lohnt und der eigene Mensch verlockender ist als ein langweiliger Reiz in der Umwelt. Ebenfalls haben eure Hunde gelernt, dass ihr verbindlich seid, wenn ihr ihnen einen Raum zuweist. Nun wollen wir Kooperation und Verbindlichkeit zusammen bringen.
Das Kofferraumtraining
Die Kofferraumklappe geht auf und schwupps ist der Hund bereits rausgesprungen, bestenfalls ist noch eine BoxentĂŒr davor, aber spĂ€testens wenn diese geöffnet wird, ist der ungeduldige Hund bereits im Hechtsprung aus dem Auto raus und im Wald.
Dies kann aber gefÀhrlich sein, manchmal ist man nicht im Wald oder auf einer ruhigen Gassistrecke, manchmal ist man auf einem Autobahnparkplatz auf dem Weg in den Urlaub. Deshalb ist es sehr wichtig, dass eure Hunde lernen, dass Aussteigen aus dem Auto erst nach einem Signal erlaubt ist. Vorher ist es verboten!
Dies regeln wir nicht ĂŒber ein Signal, denn ein Signal bedeutet, dass du es immer sagen musst, sonst gilt es nicht. Hier gilt aber: das Auto verlassen, darf dein Hund erst auf Signal. Ohne Signal bleibt der Hund im Auto!
Impulskontrolle
Alle AktivitÀten deines Hundes (Anspringen, Bellen, Loslaufen, Schnappen usw.) sind Impulse. Wer seine Impulse grundlegend kontrollieren kann, kann sich auch gut benehmen und Dinge sein lassen.
Du forderst Verbindlichkeit ein, da dein Hund den Kofferraum nicht verlassen darf. DafĂŒr solltest du dir vorher ĂŒberlegen, wo deine Grenze ist. DĂŒrfen die Pfoten auf der StoĂstange stehen? Darf der Kopf rausschauen? Soll der ganze Hund mit all seinen Körperteilen innerhalb des Kofferraumes sein?
Im Video siehst du eine sehr schöne Kooperation, allerdings ist der Hund nach dem Aussteigen noch nicht entspannt und nicht beim Menschen. Deshalb hĂŒpft der Hund nach vorne. Achte darauf, dass dein Hund wirklich bei dir ist!
Aussteigen ist erst erlaubt, nachdem du deinen Hund angeschaut, ihn mit Namen angesprochen hast und er dich ebenfalls angeschaut hat und daraufhin von dir ein Freigabesignal erhalten hat.
Wenn dein Hund mit dir kooperiert hat (höflich ist und einmal nachfragt, ob er aussteigen darf), ist aber immer noch keine Party im Wald angesagt, sondern weiterhin Verbindlichkeit. DafĂŒr fasst du deinen Hund am Halsband an und âbegleitestâ ihn aus dem Auto raus. Einen Moment gehst du mit deinem Hund in das frontale Halten und erst wenn dein Hund sich beruhigt hat und die Muskeln lockerer geworden sind, lĂ€sst du los und machst das Auto zu. Steht dein Hund wieder auf, setzt du ihn sofort wieder hin. Hier nutzt du also die Parkposition, nur dass dein Hund nicht neben dir sitzt, sondern seinen Blick auf dich gerichtet hat.
Je nach Hundetypus und Wetter kann dein Hund auch entspannt neben dir stehen. Es kommt hierbei nicht darauf an, ob der Hund sitzt oder steht. Wichtig ist, dass er entspannt warten kann.
Der ein oder andere Hund kann vielleicht den Blick nicht abwenden, dann atme tief durch und bleibe am Ball, bis dein Hund es kann. Der eine Hund kann es sofort und der nÀchste Hund benötigt 3 Wochen und der nÀchste drei Monate. Gib deinem Hund die Zeit, die er benötigt, ohne dass du nachgiebig wirst.
Dein Hund ist abgesichert mit einer Leine (entweder an der KopfstĂŒtze oder an einer Gurtschlaufe) im geschlossenen Kofferraum. Du öffnest die Kofferraumklappe (ggf. ebenfalls die BoxentĂŒr), ohne dass du deinem Hund etwas sagst. Bewegt dein Hund sich vor, weil er aussteigen möchte, schupst du ihn zurĂŒck in den Kofferraum. Ohne Aufregung, einfach sanft, aber bestimmt bugsierst du deinen Hund zurĂŒck hinter deine Grenze.
Nun kannst du entweder mit deinem Hund ohne Absicherung an der offenen Kofferraumklappe trainieren oder du sicherst deinen Hund noch ab und steigerst die Ablenkung.
Wenn du zunÀchst auf die Absicherung verzichtest, dann könnten die nÀchsten Schritte folgende sein:
â du entfernst dich ein wenig von der Kofferraumklappe
â du stehst neben deinem Auto
â du gehst bis zur FahrertĂŒr
â du gehst bis zur Motorhaube
â du öffnest die FahrertĂŒr und setzt dich kurz rein
â du gehst um das gesamte Auto
â du verschwindest kurz um die Hausecke
â ⊠Ich denke, du hast eine Idee
Wenn du zunÀchst mit Absicherung trainierst und die Ablenkung steigern möchtest, könnte es wie folgt aussehen:
â du bewegst dich vor dem Kofferraum langsam hin und her
â du gehst in die Hocke und schnĂŒrst deine Schuhe
â du bewegst dich schneller vor dem Kofferraum hin und her
â du lĂ€ufst vor dem Kofferraum hin und her
â du klatscht beim Laufen in die HĂ€nde
â und dann stolperst du auch noch
â dann fĂ€llt dir ein Keks runter
â dann ein ganzes BĂŒffet
â und dann kommen die Spielzeuge
â ein anderer Hund kommt vorbei
â die Nachbarskatze
â die Nachbarskinder spielen Fussball hinter deinem Auto
â ⊠auch hier sind deiner Phantasie keine Grenzen gesetzt
Ăbe zunĂ€chst nur eins der beiden entweder ohne Absicherung deine Entfernung erhöhen oder mit Absicherung die Ablenkung steigern.
Und wenn das gut klappt und dein Hund sich quasi gar nicht mehr rĂŒhrt, wenn du den Kofferraum aufmachst, dann ĂŒbst du das andere.Â
Jetzt ĂŒbst du Ablenkung ohne Absicherung mit dir weiter weg.Â
Ich wĂŒnsche dir viel SpaĂ und lustige Ideen und deinem Hund Geduld und Impulskontrolle.
Achtung
Es geht um die Sicherheit deines Hundes bei dieser Ăbung, deshalb solltest du hier wirklich alles mögliche ĂŒben. Lass die Konfettikanonen knallen und Clowns sollen singend BĂ€lle longieren.
Je abwechslungsreicher und intensiver du dies ĂŒbst, desto sicherer ist das Verhalten deines Hundes.
 Du musst fĂŒr dieses Training nirgendwo anders hinfahren. Ăbe es zu Hause, immer mal wieder. Es muss auch gar nicht lang sein. Achte nur darauf, dass du deinen Hund langsam und entspannt aus dem Auto holst und die Ruhe mitnimmst in deinen Alltag, so wie du sie auch spĂ€ter mit auf deinen Spaziergang nimmst.
Wenn dein Hund zufĂ€llig im Auto sitzt, wĂ€hrend du einkaufst, dann ĂŒbe auch dort auf dem Parkplatz, vor allem das dein Hund den Kontakt hĂ€lt und sich nicht nach AuĂen orientiert (frontales Halten).
Wenn dein Hund schon chaotisch aus dem Auto steigt, dann sind die Chancen gering, dass dein Spaziergang ruhig und entspannt wird.
Das frontale Halten
Diese Ăbung ist ein wichtiger Bestandteil der Beziehungsarbeit zwischen dir und deinem Hund. Ohne dass dein Hund lernt, dass du ein Signal gibst und dieses auch verbindlich einforderst und konsequent bist, bleibt im Hundetraining und im Alltag mit Hund alles ein GlĂŒcksspiel.
Du sprichst deinen Hund mit Namen und Blickkontakt an und fasst dann mit beiden HÀnden langsam, aber bestimmt in das Halsband deines Hundes. Dabei legst du Zeigefinger und Mittelfinger in das Halsband, Ringfinger und kleiner Finger stabilisieren den Kopf von unten am Kiefer deines Hundes entlang. Die Daumen legst du an die Wangen / die OhrenansÀtze deines Hundes. Du holst hierbei deinen Hund vor dich und neigst den Kopf deines Hundes leicht nach oben.
WICHTIG! Keinen direkten Blickkontakt mit dem Hund halten, dein Blick geht leicht ĂŒber den Hund hinweg.
Sollte dein Hund âzappelnâ oder sich rauswinden, wird er wieder ruhig und freundlich in die Position zurĂŒckgefĂŒhrt. Eventuell ist es nötig eine Hand vom Halsband zu lösen und deinen Hund an der Flanke zu berĂŒhren, damit er so in die Frontposition bewegt werden kann.
WICHTIG! Weder schiebst du deinen Hund noch zupfst oder zerrst du an ihm. Es geht um einen sanften Druck, bis der Hund sich freiwillig in die richtige Position bewegt.
So hast du die Möglichkeit, dass dein Hund sich nach dem Aussteigen zunÀchst auf dich fokussiert und nicht gleich aufgeregt die ganze Umwelt scannt.
Die Namensreaktion
Was erwartest du, wenn du den Namen deines Hundes sagst?
In der Regel erwarten wir eine Reaktion, sei es ein Ohr klappt nach hinten zu uns oder der ganze Kopf wendet sich uns zu. Wir erwarten, dass der Hund mit Aufmerksamkeit auf uns reagiert.Â
Um dies zu stĂ€rken, kannst du mit deinem Hund ĂŒben, dass er, wenn du seinen Namen sagst, einen Keks von dir bekommt. Auch das frontale Halten oder die Ansprache bevor dein Hund aus dem Kofferraum steigen darf, gehören zum Training der Namensreaktion.Â
Sollte dein Hund einmal nicht auf seinen Namen reagieren, darfst du deinen Hund gerne leicht an der Schulter berĂŒhren, so dass dein Hund lernt, dass er seinen Namen nicht ignorieren darf.
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Teilen macht es immer (noch) besser đ
Ich freue mich auf nÀchste Woche.

Denke bitte daran, alle Texte, Fotos und Videos gehören in diesen Kurs. Es ist verboten sie zu teilen, anderen zu zeigen und sie zu verbreiten!